“Struktur, Voraussetzungen und Curricula der Fachausbildung.”
Die Ausbildung zum Equitherapeuten SHP-E(NL) steht Kandidaten mit primär psychologisch-pädagogischem, therapeutischem und paramedizinischem Berufshintergrund offen, die über eine hippische Qualifikation verfügen oder zu Beginn der Ausbildung über genügend Erfahrung mit Pferden (Reiten und Ausbilden auf L-Niveau) verfügen und die hippische Qualifikation zum Voltigierleiter während der Ausbildung erwerben.
Abhängig von Grundausbildung, Berufserfahrung und nachgewiesenen Weiterbildungen sind vier Studienabschlüsse möglich:
Die Selektion der Teilnehmer erfolgt über ein zweitägiges Einführungseminar und ein nachfolgendes individuelles Intake-Gespräch.
Im Einführungseminar wird neben einer Übersicht über Arbeitsweise und Inhalte auch in Kleingruppen mit den Kurspferden gearbeitet. So kann der Kandidat hautnah erfahren, ob ihm die prozessorientierte Arbeitsweise liegt und ob er über genügend Pferdeuterfahrung verfügt.
Während des Intake-Gesprächs werden neben Motivation und Erwartungen auch die formalen Eignungsvoraussetzungen geprüft. Zudem wird die Registrierung bei der SHP-E(NL) verlangt, und der Teilnehmer muss durch die Ausbildungskommission akzeptiert werden.
Wird in 9 zweitägigen Kursen und einem Examenmodul über ein Jahr verteilt im Rahmen derselben festen Ausbildungsgruppe absolviert. Er umfasst Theorie, praktische Übungen, Selbsterfahrung, Supervision sowie Literaturstudium und Hausaufgaben. Der Grundkurs schließt mit einer positiv beurteilten Praxisarbeit und Prüfung ab. Nur bei einem positiven Examen und mehr als 85 % Anwesenheit kann die 2. Phase belegt werden.
Ebenfalls in 9 Kursmodulen und einem Examenmodul. Im Vordergrund steht hier die spätere Spezialisierung in folgenden Bereichen:
Diese Phase ist vorwiegend praxis- und supervisionsorientiert. Der Teilnehmer arbeitet bereits unter Supervision im eigenen Einsatzfeld.
Das Diplom Equitherapie SHP-E(NL): Wird verliehen, wenn die Ausbildung (Phase 1 und 2) positiv abgeschlossen wurde, alle Ergänzungsmodule absolviert sind und der Kandidat ein Erste-Hilfe-Diplom, seine hippische Qualifikation sowie ein polizeiliches Führungszeugnis nachweisen kann.
Dozenten, Supervisoren und Prüfer: Werden durch diplomierte Kollegen aus dem Ausland (vorwiegend Therapeuten und Pädagogen aus FATP-angeschlossenen Organisationen mit mehr als 8 Jahren Berufserfahrung und Expertise in Supervision) gestellt.
Ziel: Konzeptverständnis und Umsetzung des eigenen Arbeitsmodells aus dem Grundberuf in die equitherapeutische Dreieckssituation unter Berücksichtigung der ethischen Richtlinien von SHP-E(NL).